Fahrräder für Senioren – Radeln ohne Altersgrenze

Veröffentlicht von: netzwerker am 08. Dezember 2011

Wer sagt denn, dass das Radfahren nur ein Sport für junge Menschen ist? Auch ältere Leute können sich damit fit halten, wenn sie das entsprechende Modell wählen und wenn sie etwas vorsichtiger sind. Modelle wie der Easy Rider – ein Fahrrad mit drei Rädern und Elektromotor – sind auch für Menschen mit leichten Einschränkungen geeignet.

Viele ältere Menschen können sich allerdings nicht damit anfreunden, dass die Seniorenfahrräder auch so aussehen, wie für Ältere gemacht. Ein Fahrrad soll doch bitte auch wie ein solches designt werden, meine einige, die darüber hinaus auch noch gern auf den zusätzlichen Motor verzichten wollen. Polizei und Statistik behaupten zwar, dass die Menschen ab 65 zu den gefährdeteren Verkehrsteilnehmern zählen, diese steigen aber gern aufs Fahrrad. Die Wenigsten schaffen es aber, sich zu einem Handicap zu bekennen und wollen ein normales Fahrrad. Seniorenfahrrad ja, aber doch nicht offensichtlich! Schon allein das Wort klingt nach Altsein, gehandicapt, nicht mehr in der Lage, normal Rad zu fahren. Wer will das schon?

Die Hersteller haben sich damit arrangiert und entwerfen zunehmend Produkte, die seniorengerecht sind, aber eben nicht so aussehen. Das Komfortrad etwa oder das bequeme Citybike sind alternative Bezeichnungen für Modelle, die von älteren Menschen sicher und bequem genutzt werden können. Die Nabenschaltungen sind mit bis zu neun Gängen ausgestattet, Standlicht und Nabendynamo sind natürlich vorhanden. Die Rahmengeometrie wartet damit auf, auf ein Oberrohr zu verzichten, ein Fahrrad für Männer oder Frauen gibt es nicht – Unisexmodelle sind in. Kleine Laufräder bis zu einer Größe von 20 Zoll sowie Ballonreifen sind ebenfalls erhältlich.

Seniorenfahrräder warten außerdem mit einem extrem tiefen Durchstieg auf. Teilweise muten die Räder wie Tretroller an, bringen aber den Vorteil mit, dass sie bequem zu fahren sind mit einer großen Freiheit für die Bein. Beim Anhalten kann der Boden sicher mit den Füßen erreicht werden. Unkompliziert auch das Sesselrad oder das Scooterbike. An auffällige Geometrien muss man sich gewöhnen, sagen die Hersteller und bringen lang gezogene Zentralrohrrahmen auf den Markt, breite Sitze und verstellbare Rückenlehnen. Der Radler thront auf seinem Bike und tritt die Pedale eher nach vorn, weniger nach unten.

Das Auf- und Absteigen ist mit solchen Rädern völlig unproblematisch und das Aussehen ist nach einiger Gewöhnungszeit gar nicht mehr so schlimm, sagen manche Senioren. Und mit dem Elektromotor kann sich so manch einer auch anfreunden, wenn er entdeckt hat, dass alles so angebracht werden kann, dass es nahezu unsichtbar ist. Seniorenfahrräder, die auf den ersten Blick nicht so aussehen, das ist die Lösung.

Eine Antwort auf “Fahrräder für Senioren – Radeln ohne Altersgrenze”

  1. 1

    Ich finde diese Seniorenräder hässlich. Da finde ich die Pedelecs der neuesten Generation super. Vor allem bei Bergauffahrten geht das deutlich einfacher.

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